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Offensichtlich kann der musikalische Interessensvertreter des hart arbeitenden Amerikaners und Rock-Urgestein BRUCE SPRINGSTEEN aus Krisen mehr kreatives Potential schöpfen als aus positiven Zeiten des Aufbruchs.
War sein letztes (vom Obama-Hype geprägtes) Album “working on a dream” in musikalischer Hinsicht über weite Strecken langweilig bis allenfalls OK, schafft es “The Boss” wie schon beim grossartigen, von den tragischen Geschehnissen des 11. September geprägten Albums “the rising”, auch diesmal wieder mit “wrecking ball” (zu Deutsch “Abrissbirne”) eines seiner besten Alben in seiner über 40-jährigen Karriere abzuliefern. Diesmal sind es die aktuellen sozialen Missstände sowie die Wirtschaftskrise in den USA, die ihn antreiben. Obamas Visionen und Versprechen sind in weiten Teilen nicht eingetroffen - das Land leidet und mit ihm die Menschen. So sind zerplatzte Träume, Arbeitslosigkeit oder skrupellose Börsenspekulanten die Haupt- Themen in den von vorne bis hinten sehr guten bis grossartigen neuen Songs.
Allen voran das wunderbar leichte “rocky ground”, der Springsteen-typische Rock- Song “shackled and drawn” oder das Gänsehaut verursachende “swallowed up”, welches allerdings nur auf der Special Edition als Bonustrack enthalten ist. Allein schon diese 3 Songs rechtfertigen die Anschaffung des gesamten Albums. Fazit: BRUCE SPRINGSTEEN gehört auch nach 17 Studio-Alben und ca. 40 Jahren noch zu den ganz Großen. Solange ihm die Krisen nicht ausgehen, aus der er die bestmögliche Inspiration schöpft und die beeindruckendste Musik abliefert. Der Mann ist zu Recht seit Jahren ganz oben auf meiner persönlichen ewigen Bestenliste.
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